Am Ende des Weges.


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Und am Ende des Weges werden wir uns wiedersehen. Werden uns gegenüberstehen, uns in die Arme fallen. Werden nicht fassen, wie lange wir nur ohne uns leben konnten. Werden verstehen, was es heißt, jemanden aufzugeben und werden erklären müssen, wie all das gekommen ist. Werden uns erinnern, ob wir uns jemals vergessen haben und werden weinen, weil die Wahrheit so schmerzhaft ist. Am Ende des Weges wird ein Lächeln unser Gesicht zieren, und unsere Hände werden ineinander fließen, als wären du und ich … als wären wir eins. Wären niemals allein, niemals in Angst gewesen. Werden von uns erzählen, tausende Stunden, von Dingen, die nur uns interessieren. Werden uns verlieren in den Geschichten, in der Vergangenheit dieser Surrealität. Und am Ende des Weges werden Umarmungen nicht reichen, werden Berührungen nicht zählen, denn erst hier haben wir die Möglichkeit, allem ein Ende zu geben. Denn am Ende des Weges wird sich Neues ergeben, für uns beide, für uns alle und in Wahrheit ist das Ende ja auch nur eine Rastplatz. Und so lange wir leben, werden uns tausende Wege begegnen, deren Ende wir erhoffen, und dessen Anfängen wir uns wehren. Doch Zeit unsres Lebens werden wir eines nicht tun. Am Ende des Weges jemals Halt zu machen.

About You.

Du.

Es fällt mir schwer, Worte zu fassen, wenn ich an dich denke. Es fällt mir schwer, Gedanken zu formen. Der Schmerz hält mich gefangen und lässt nicht los. Es regnet und das drückt vielleicht annähernd aus, was ich gerade empfinde. Deine Stimme hallt noch stundenlang nach und dein Lächeln lässt meinen Körper resignieren. Woher hast du all die Macht, all die Fülle an Mitteln, die mich stumm werden lassen.

Du bist ein mächtiges Wesen. Du wärst mein David. Ich der Goliath. Ich, über meine Grenzen hinauswachsend und doch von einem scheinbar kleinen Wesen in die Knie gezwungen. Ich hätte dich anders eingeschätzt. Wundere mich über die Entwicklung der Dinge. Du hast dich verändert. Ins Negative ebenso wie ins Positive. Ich mich auch. Aber um mich geht es hier nicht. Es ist nie um mich gegangen. Das Einzige, was zählte, war das Du.

Wer wäre ich ohne dir? Wie wäre ich. Du, wie all die anderen, ihr habt mein Leben bestimmt und mich begleitet. Oder ich hatte für kurze Momente die Möglichkeit, ein Teil von euch zu sein. Ihr habt mich verändert, du hast mich verändert. Und du hast mich nie verstanden. Alles was für dich von Bedeutung war, warst du. Mehr nicht.

So bist du eben. Niemand konnte dich jemals verändern. Du gingest deinen Weg, und setzt ihn auch jetzt ohne Probleme fort. Was bleibt ist die Hartnäckigkeit, mit der du mich nervös machst. Wenn du in einem Gespräch auftauchst, wirbelt mein Bauch, minutenlang. Alles rotiert, und jedes geplagt hervorgekämpfte Wort ist doch schon eines zuviel.