Paranoid Android.

Die Stimme verliert ihre Kraft. Das Gehirn läuft über.

„Hörst du es? Hörst es du?“ Ich nicke.

Wo wir sind, fragst du mich. Ich weiß es nicht. Es ist egal. Wen interessiert das schon. Lass es. Hör auf zu fragen. Damit hältst du alles auf. Den Lauf der Dinge, und die Veränderung. Wenn du nur die Augen schließt, und deinen Mund hältst, wird es bald passieren. Einfach nur Abstand schaffen, von aller Angst und all den Sorgen. Schließe die Augen und versuche, keine Sinneswahrnehmung mehr zu vernehmen. Keinen Geruch, kein Geräusch. Nichts mehr zu fühlen und nichts mehr zu schmecken. Sodass du tot zu sein scheinst. Es hätte keinen Sinn, so weiter zu leben. Und nach und nach würdest du lernen, auf Gefühle zu verzichten. Würdest eine Freude mehr spüren und keine Angst. Keine Liebe mehr und auch kein Schmerz. Alles wäre leer. Und so würdest du bleiben, für Tage, vielleicht auch Wochen.

Und irgendwann würde ich dich zurückholen. Und du würdest bei Ground Zero wieder anfangen. Vor den Trümmern deiner Vergangenheit. Und du würdest dir wieder bewusst werden. Würdest spüren, was nicht mehr abzustreiten ist. Du würdest alles zulassen. Deine Gefühle hätten eine andere Schlagkraft, deine Sinne wären um einiges stärker.

Und dann wirst du froh sein, mitgekommen zu sein.

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About the author

Sophia Bennett is an art historian and freelance writer with a passion for exploring the intersections between nature, symbolism, and artistic expression. With a background in Renaissance and modern art, Sophia enjoys uncovering the hidden meanings behind iconic works and sharing her insights with art lovers of all levels. When she’s not visiting museums or researching the latest trends in contemporary art, you can find her hiking in the countryside, always chasing the next rainbow.