Gedankenrassist.

Einerseits: Warum das Buch, von welchem ich seit 1 Jahr träume, an welchem ich seit mehr als 52 Wochen grüble einfach nichts werden will. Andererseits: Warum ich es trotzdem noch nicht aufgeben möchte.

Florian schreibt einen Roman. Ich kann ihm zu dieser Entscheidung durch alle Bänke hindurch (manchmal gibt es wirklich solche Füllwortkombinationen, deren Sinnhaftigkeit sich mir einfach nicht erschließen möchte) gratulieren. Er ist mein Lieblingsautor im Internet, wenn man so sagen kann. Seit ich damals auf NEON.de das erste Mal Texte von ihm gelesen habe, komme ich nicht mehr los. Zum Lachen, zum Weinen, zum Nicken, zum Immer-wieder-Zurückkehren. Und falls man es jetzt noch nicht verstanden hat: Sobald das Buch erscheint, muss es unbedingt den Weg in meinen Postkasten, mein Bett und schließlich mein Regal finden. Extra im Bereich für besondere Bücher (in dem sich übrigens auch schon Andrés Die Sprache der Scherben befindet).

Manche erinnern sich noch an meinen Buchversuch: Volle Distanz. Näher zu dir; eine Idee, die mir in den letzten Tagen meines Zivildienstes irgendwann in den Kopf geschossen ist. Und sich bis heute festgesetzt hat. Ich hatte selbst in diesem Jahr noch einmal einen Kreativschub. Setzte Wort an Wort und stellte sogar vorübergehend ein oder zwei Kapitel fertig. Doch seit einigen Wochen steht nun alles wieder. Und obwohl mein Studium überaus unfordernd ist, bepacke ich mich mit Unmengen anderer Verpflichtungen, sodass ich meist um kurz nach Mitternacht todmüde ins Bett falle. Und leider ist genau das die Zeit meines kreativen Höhepunkts, Tag für Tag. Zu dieser Zeit kommen mir die genialsten Einfälle, die wundervollsten Traumvorstellungen.

Soll ich jetzt sagen, der Buch wäre gestorben? Nein. Das könnte ich ja gar nicht. So oft ich auch Sätze, Seiten und Kapitel entferne, in meinem Kopf bleibt dieses Hirngespinst. Spinnt sich weiter und weiter. Somit kann ich nur sagen: Dieses Buch muss fertig werden. Erst wenn der letzte Satz geschrieben ist (welcher bei mir im Gegensatz zu Flos Buch noch nicht im Vorhinein feststeht) und zum Abschluss ein Punkt nachgelegt wird, kann die Geschichte für mich endlich sterben gehen. Außer sie gefällt, die Geschichte.

Woran ich bisher immer scheiterte, war mein eigener Wunsch nach Perfektion. Mein Drang, mein Zwang sozusagen. Sollte es (m)ein Buch sein, sollte jeder Satz gut bedacht, wundervoll und berührend sein. Oder aufschreckend. Wer jemals versucht hat, literarisch tätig zu sein, weiß, dass dies ein Ding der Unmöglichkeit ist. Und ich habe selbst auch noch kein Buch gelesen, welches mit allsätzlichen Glanzleistungen posen konnte. Fiel mir ein schöner Satz ein, war es der andere nicht mehr wert, vorangegangen zu sein. Delete. Ich wurde: Gedankenrassist. Das ist zwar jetzt nicht unbedingt so schämenswert, aber meinem Buchprojekt nicht unbedingt förderlich.

Volle Distanz. Näher zu dir wird mein erstes Buch. Das steht fest. Es soll berühren, fesseln, gefallen; natürlich! Und das wird es auch, dabei bin ich mir sicher. Ich muss nur endlich über meinen Schatten springen, und mich vor das Note-/Netbook setzen und zu schreiben beginnen. Ja, vielleicht wieder ein neuer Anfang [N° 13?], vielleicht wieder alles neu. Nur diesmal darf ich nicht einfach wieder aufhören. Die Sommerferien (trotz Ferialjob im Juli und 10-Tages-Festivalurlaub im August) sollen es sein. In diesen Tagen soll meine Geschichte rund um Noah und Emily endlich reifen, erwachsen werden, aus diesem harten, harten Ei schlüpfen und eben in einem endgültigen aber verdienten Punkt enden.

Und mit diesen Worten möchte ich mich auch für die nächsten 2 Wochen etwas rar machen. Vier Prüfungen warten auf mich, von denen zumindest drei bestanden werden müssen. Am 22., 25., 29. und 30. Juni sind eure Daumen gefragt. Ich werde zwar mit Kurzpostings aufwarten, und nebenbei auch etwas POLILOG und dreams|of|the|future, meinem neuen englischsprachigen Blog befüllen, aber für große Gedankenanstrengungen bin ich abseits der Publizistik zurzeit nicht zu haben.

Volle Distanz. [Ein Update]

Erinnert sich noch irgendjemand an mein Buchprojekt, von welchem ich nun schon seit etwas mehr als einem Jahr spreche? Nach zwei mehr oder weniger sehr verschiedenen Anfängen, welche ich auch hier zur Diskussion stellte, konnte ich im Bezug auf dieses Projekt nur von einer Schreibblockade sprechen. Rien ne va plus. Doch dem Netbook, einer Tasse Kaffee und dem Unwillen einzuschlafen ist es zu verdanken, dass ich gestern Nacht schon über den ersten Anfang hinaus gekommen bin. Es wird noch viel überarbeitet werden, aber zuerst einmal soll die Geschichte brav weiterlaufen. Und das wollte ich euch nur sagen. Es geht weiter.

[Und nein. Ich habe keinen blassen Schimmer, worüber ich sonst schreiben soll.]

Ein weiterer Versuch.

Der Zug rattert unruhig in die tiefe Nacht hinein. Es ist dunkel geworden, überraschend schnell. Als er die Augen das letzte Mal schloss, war der Himmel noch von einem sanften Pastellton, etwas violett, gesäumt und in der Stille dieser Zeit hatte er den seit langem benötigten Schlaf bekommen. Erst jetzt schreckte er hoch, aufgeweckt vom Bremsen des Zuges. Er schien zum Stillstand gekommen zu sein, aber er kann es nicht wirklich erkennen. Irgendwo, in der Pampa, im Niemandsland zwischen zwei Orten. Kein Licht leuchtet da irgendwo in der Ferne. Dichte Dunkelheit umhüllt den Zug. Plötzlich beginnen die anderen Mitreisenden aus ihrer Stille oder ihren Gesprächen gerissen zu werden. Auch sie haben bemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt.

‚Bitte entschuldigen sie diesen unplanmäßigen Stopp. Aufgrund eines Personenschadens wird sich unsere Weiterreise etwas verzögern.’

Das Getuschel verliert an Intensität, und irgendwann hat wohl auch der letzte Mensch bemerkt, was der Schaffner meinte. „Entschuldigung?“ Irgendjemand beginnt wieder leise mit jemandem zu sprechen. Es dauert, bis Noah merkt, dass jemand gerade ihn etwas fragen möchte. Er dreht sich um (bis jetzt blickte er wie gespannt aus dem Fenster, hinein in die Dunkelheit und das Spiegelbild der vor ihm sitzenden Personen) und erblickt, am Platz neben sich, eine junge Frau. „Ähm, ja?“ – „Warum glaubst du, dass sich hier jemand vor den Zug geworfen hat. Hier, in dieser Gegend.“ Sie fragt frei heraus, und sieht es als selbstverständlich an, mit einer wildfremden Person gerade mithilfe dieses sehr außergewöhnlichen Themas eine Konversation zu beginnen. Er muss kurz lächeln und blickt sie an. „Ich glaube es war Angst. Die Angst vor der-“ – „Der Dunkelheit.“ Er sieht sie, nun zum ersten Mal richtig, an. Das war genau sein Gedanke. Auch wenn die Diagnose der Angst mehr als lächerlich wirkt in Anbetracht der Tatsachen, die Menschen einen Selbstmord begehen lassen, irgendetwas scheint die beiden zu verbinden. Ein Mal, in der Grundschule während einiger Projekttage gingen Noahs Klasse nachts spazieren, mit Taschenlampen. Und mitten im Wald sollten sie nun für kurze Zeit jedwedes Licht abschalten. In diesem Moment bemerkte er zum ersten Mal diese Angst vor der Dunkelheit, vor dem Alleinsein, vor der Hilflosigkeit. Deshalb kam er auch jetzt zuallererst auf diesen Gedanken, nachdem er zuvor minutenlang die Dunkelheit nach Lichtquellen absuchte.

Er nickt. Der Zug steht immer noch und die ersten Menschen werden unruhig. Schimpfen auf diese verdammte Bundesbahn und dass sie wahrscheinlich den Anschlusszug am nächsten Bahnhof versäumen würden. Noah blickt langsam wieder aus dem Fenster, hinein in die Dunkelheit.

„Du?“
– „Ja.“
„Mein Name ist übrigens Emilie. Ich hoffe, ich habe dich vorhin nicht zu sehr überrascht. Ich habe nur gesehen, dass du aufgewacht bist, und …“
– „Ich bin Noah. Und das war schon okay. Ich bin froh…-“
„Dass ich dich angesprochen habe?“

Sie lacht etwas auf. Aber so Unrecht hat sie mit dieser Vermutung gar nicht. Einen Gesprächspartner auf einer Zugfahrt zu haben, kommt Noah gerade gelegen. Es nervt ihn jedes Mal, wenn er diese Reise antreten muss, und als einer von ungefähr fünfhundert Menschen in einem der Waggons sitzt und schlussendlich nur auf die Ankunft des Zuges in der Endstation wartet.

„Und wohin fährst du?“
– „Ich bin auf der Heimreise. Dieses Wochenende verbringe ich wieder einmal bei meiner Familie.“
„Studierst du etwa auch in Wien?“
– „Mhm.“

Er weiß bis jetzt noch nicht, wie lange sie wohl neben ihm sitzen würde. Die nächste Haltestelle war vielleicht eine halbe Stunde entfernt, aber der Zug machte auch keine Anstalten, sich in den nächsten Minuten zu bewegen. Während sie ihre Blicke im Waggon schweifen lässt, mustert er zum ersten Mal bewusst ihr Gesicht. Diese makellosen Formen. Dieses schöne Haar. Emilie hatte irgendetwas, eine außergewöhnliche Ausstrahlung und wie er jetzt schon bemerkt hatte, war sie auch noch überaus selbstbewusst und freundlich. Ihr Blick kehrt zurück und plötzlich sehen sich die beiden in die Augen. Sie lächeln und setzten die Konversation fort, während sie sich auf den Sitzplätzen einander weiter zuwenden.

„Du. Du bist schön.“

Für den kurzen Moment dieses Augenblicks ist Noah von seinen Worten selbst überrascht und wendet seinen Blick langsam ab. Was für ein dummer Satz war ihm hier nur über die Lippen gekommen. Diese junge Frau, er kennt sie jetzt erst seit zehn oder fünfzehn Minuten und dann das. Aber sie lächelt nur und meint: „Dankeschön.“

„Ich fahre übrigens bis Sankt Valentin.“, fügt sie hinzu. Etwas traurig blickt er auf den Sitz vor ihm. Es würde nicht mehr lange dauern, bis sie an ihrem Zielbahnhof angekommen war, und dann würde er sie wahrscheinlich nie mehr wieder sehen. Doch er ahnt nicht, wie viel Zeit den Beiden noch bleiben würde.

„Ein Personenschaden. Was für ein dämlicher Begriff“, entkommt er langsam dem beinahe peinlichen Schweigen, in das sie geraten sind. „Das klingt so schrecklich trivial. Durch diesen Ausdruck vergisst man beinahe, dass sich hier ein Mensch möglicherweise aus vollstem Bewusstsein vor diesen Zug hier geworfen hat.“ Sie nickt.

„Hast du eigentlich jemals daran gedacht?“
„An Selbstmord?“ Er blickt Emilie fragend an.
„Mhm.“
„Klar -.“

Seine Stimme wird plötzlich leise, als er den Satz zu Ende spricht. „Wer hat das denn noch nicht?“. „Stimmt.“ Sie nickt, und die beiden denken wohl gerade wieder an diesen Menschen dort draußen, wahrscheinlich tödlich verletzt, noch einige hundert Meter mitgeschleift von diesem Koloss von Zug.

Das hier ist ein weiterer Beginn meines Buchprojektes. Ich stehe zurzeit. Irgendwo im Nirgendwo. Gefällt euch dieser Beginn besser als der andere? Nachdem ich von der Schreibweise des Herrn Kluun (Mitten ins Gesicht und Ohne Sie) begeistert bin, und ich kein Mensch der großen Umschreibungen bin (die Landschaft ist ja mal sowas von uninteressant), gefällt mir dieses, dialoglastige Dingens um einiges besser als mein sogenannter „zweiter Versuch“, welcher in Wahrheit wahrscheinlich nur mein erster war. Ich bitte um Reaktionen.

NaNoWriMo 2008

Schon mal etwas vin NaNoWriMo gehört? Der National Novel Writing Month ist mir auch erst seit heute ein Begriff. Und naja, eigentlich müsste man ihn ja schon InterNational nennen. Jeder auf der Welt kann mitmachen. Und das mache ich jetzt.

Ich werde mich nun also in diesem Monat (wahrscheinlich aber erst ab morgen) an die Arbeit machen. Das Ziel ist es, bis zum 30. November 50.000 Worte zu schreiben. Eine harte Aufgabe, täglich also mehr als 1600 Wörter. Ich werde mich bemühen … und mein Projekt: Ja, genau. Volle Distanz. Näher zu dir.

Nur um euch mal darauf vorzubereiten.

Zweiter Versuch.

Ein weiterer Versuch des heutigen Morgen.

Der Zug rattert bemerkenswert unruhig. Mehrere hundert Menschen werden dadurch aus ihrem minutiös geplanten Koma geweckt. Überall sammeln sich nervöse Blicke, fragend, was da draußen wohl eben passiert ist. Ich war die ganze Zeit munter. Mit Musik habe ich mich wach gehalten. Doch nun vollführte der Zug die erste Notbremsung meines Lebens. Unbeeindruckt fühlte ich die langsame und unscheinbare Geschwindigkeitsreduktion. Kein Spur von „von 100 auf 0 in 3 Sekunden“. Erst nach einer gefühlten Minute steht die Welt der Zug still.

Für wenige Sekunden herrscht hier absolute Stille. Keine kreischenden Jugendliche mit ihren übertollen Musikhandys, keine schnarchende Pensionistin neben mir. Jeder Tag hat wohl so seine Sekunde, seinen Moment der Stille. Der ganze Zug scheint wach. Ein beuunruhigendes Gefühl. Hat sowas von „28 Days Later“. Großstadtzombies auf der Suche nach … Informationen. Eine alte Dame wagte den ersten Schritt.

Das ist einer der Frauen, wo man sofort weiß, wenn man sie das erste Mal sieht, dass sie der Typus Frau ist, die Männer am Wenigsten ausstehen können. Lady Kommunalklatsch. „Weiß irgendjemand, was da passiert ist?“, wirft sie in die gemütliche, aufgeschreckte Runde. Der Zug steht immer noch. Da alle Leute nur Unwissenheit vorschieben, versuche ich einen Vorstoß zu üben. „Ähm. Vielleicht ein-“ „-Selbstmord.“ Eine unbekannte Stimme hat meine Redezeit überraschend verkürzt und das richtige Abschlusswort gefunden. Erschrockene Gesicher blicken uns an. Aber ich sehe mich nach dieser Stimme um.

Heute früh habe ich seit langem wieder einmal meinen Block und meinen Kugelschreiber herausgekramt und unter der Dauer-Rotation von Pachelbels Canon kamen diese Worte aufs Papier. So sieht er vielleicht aus, der Anfang. Gefällt mir besser als die drei Seiten, die ich bisher niedergeschrieben habe. Mal sehen. Aber klassische Musik wirkt scheinbar Wunder.

Neubeginn.

Nähe. Die Liebe. Die Freundschaft. Distanz. Zeit für einen Neubeginn.

Vor weniger als einem Monat, am zweiten Februar, habe ich euch mein neues Buchprojekt vorgestellt. Volle Distanz. Näher zu dir ist ein Buchprojekt, welches mir wirklich am Herzen liegt. Es ist ein Buch über das Aufeinandertreffen zwei unbekannter Personen. Das Kennenlernen und das Reden. Die beiden Hauptcharaktere haben jedoch ein Problem. Es verbindet sie eine einzige Stunde, jeden Wochenanfang und bei der Heimfahrt kurz vor dem Wochenende.  Während dieser sechzig Minuten reden sie über Gott und die Welt. Philosophieren über das Leben und die Liebe. Und lernen sich immer besser kennen. Und wissen doch nichts voneinander.

Diese Grundidee, und ja, ich bin wirklich stolz darauf, dass es aus meinem Kopf stammt, gefällt mir unglaublich. Sie eröffnet mir beim Schreiben eine so große Möglichkeit, meine Gedanken und die Geschichte in ein wunderbares Setting einzubauen. Ich habe nun schon wieder einige Male damit begonnen, die ersten Seiten zu schreiben. Schon der letzte Versuch schien als das scheinbar fixe erste Kapitel festzustehen,  doch dann wurde es ruhig. In meinem Kopf um dieses Projekt.

Jetzt ist einige Zeit vergangen. Ich möchte wieder neu beginnen. Was mir dazu noch fehlt, ist vielleicht die Zeit. So wie die Osterferien, dich mir letztes Jahr zu meinem ersten Buchprojekt mit 70 A4-Seiten und zehntausenden von Wörtern verhalfen. Vorraussichtlich habe ich die ersten freien gestaffelten Tage irgendwann Ende April. Ich werde sie höchstwahrscheinlich ausnützen.

Dieses Buch wird veröffentlicht. Hört ihr es. Das hier ist verpflichtend. Dann gibt es keinen Grund mehr zu sagen: „Och ne, es gefällt mir doch nicht mehr so.“ Es wird erst der Weltöffentlichkeit präsentiert, wenn ich zufrieden bin mit allem. Dem Schreibstil, den Wendungen und den Worten. Was ich damit erreichen will? Ich möchte dieses Buch allen Lesern des Blogs widmen, die sich in meinen Texten wiedererkennen. Dieses Buch wird unzählige biografische Züge haben. Das soll hier jetzt niemanden abschrecken. Das Buch hilft zu verarbeiten und mir Gedanken zu machen.

Jetzt, nach dem ersten Mal vollkommener Verliebtheit, kurzzeitiger Verträumtheit und der Rückkehr zur Realität, tut es mir glaube ich, sehr gut, hier weiter zu schreiben, beziehungsweise neu zu beginnen. Und ein Gespräch mit dieser einen wunderbaren Freundin hat mich wieder darüber nachdenken lassen. Das hier wird dann meine Geschichte. Mein Roman. Mit meinen Gedanken und Gefühlen und allem. Keine Autobiografie, dafür bin ich ja noch viel zu jung, aber meine Fantasie. Was ich werden will? Einer der größten Denker des 21. Jahrhunderts. Mehr nicht. Das wird schon, Dominik, das wird schon. Und wenn nicht, dann habe ich wenigstens mein zweites Buchprojekt fertiggestellt.

Zur Grundinformation Volle Distanz. Näher zu dir

Volle Distanz.

Näher zu dir.

Ein junger Mann, gerade einmal zwanzig Jahre alt. Beinahe jede Woche fährt er nun zumindest einmal nach Wien und einmal zurück nach Pinsdorf, in dieses kleine Dorf, in welchem er aufgewachsen ist. Irgendwann trifft er dort eine junge Frau. Irgendwo zwischen Sankt Valentin, Sankt Pölten und Amstetten steigt sie ein und auch schon wieder aus. Durch Zufall entsteht ein Gespräch zwischen die beiden. Und gerade als etwas Sympathie zwischen den beiden entsteht, steigt sie auch schon wieder aus. Ohne überhaupt ihren Namen genannt zu haben.

Doch von nun an sehen sie sich jede Woche wieder. Was ihnen bleibt, ist diese eine Stunde, die sie gemeinsam im Zug verbringen. Sie reden über Liebe, über das Leben, über Freundschaft. Über Erlebnisse, Gedanken, über Hoffnungen und Träume. Jede Zugfahrt genau eine Stunde. Schön langsam entsteht eine Art Freundschaft, auf ganz verquere Art und Weise. Und während der junge Mann sein Leben zuhause oder in Wien irgendwie weiterlebt, erfährt man ihr Leben nur aus den Gesprächen. Und in diesem einen Zug erleben sie alles von Liebe und Hass, Streit und Wut, Nähe und Distanz.

So gesehen könnte das ein Klappentext sein. Natürlich müsste er noch etwas angepasst werden. Aber hiermit möchte ich ich es euch vorstellen. Mein neues Buchprojekt. Vor wenigen Wochen erst habe ich damit begonnen, und doch habe ich nun schon ein solides Grundgerüst. Im Gegensatz zu meinem ersten, zwar fertiggestellten, aber schlussendlich nicht zufriedenstellenden Projekt. „Volle Distanz. Näher zu dir“ ist der Arbeitstitel, frei nach Kettcar, die mich schon relativ häufig zu irgendetwas inspiriert haben. Auf die gesamte Idee kam ich eigentlich, Kenner werden es schon herausgelesen haben, durch den Film Before Sunrise. Darin treffen sich die Französin Celine und der Amerikaner Jesse in einem Zug, kurz vor Wien. Und verbringen, obwohl sie sich überhaupt nicht kennen, eine Nacht in Wien. Doch so spielt das Leben oft nicht. Zwar ist die ganze Geschichte unglaublich romantisch und die jungen Schauspieler bringen alles recht schön rüber. Aber ich stelle es mir schon wunderbar vor, einen Menschen im Zug kennenzulernen und zu wissen … lass uns die Zeit nützen, wir haben nur diese eine Stunde.

Und weil man im Zug eben vor allem drei Dinge macht, eben Schlafen, Lesen oder Reden, formulieren die Beiden füreinander ihre philosophischen Gedanken aus. Nichts Hochgestochenes. Einfach Gedanken über alle möglichen Punkte des Lebens. Über Freundschaft eben, oder Liebe, Familie oder Tod. Und dass Freundschaften oft irgendwelche Holpersteine in den Weg gelegt bekommen, wissen ja wohl irgendwie alle. Hier findet der Hauptplot des Ganzen in diesem einen Waggon statt. Und mit dem Fokus auf den Hauptcharakter, den jungen Mann, möchte ich versuchen, den Unterschied zwischen Provinz und Großstadt herauszukitzeln. Gedanken über Heimat und Zuhause, um Lebensgefühl und so weiter.

Ehrlich gesagt sehe ich mich mit diesem Projekt gefordert. Weil ich eben nun grundsätzlich weiß, worüber das Buch handeln wird. Ich weiß zwar noch nicht das Ende, und das ist auch gut so. Ist ja irgendwie ein Entwicklungsroman. Aber mit diesem Buch kann ich mir Gedanken über so viele Dinge machen. Kann Gefühle einbauen, manchmal romantisch, manchmal schmerzhaft sein. Kann mich vollkommen ausleben. In the places you have come to fear the most war es irgendwie so. Liebe war entweder schmerzhaft oder eben die meiste Zeit wundervoll. Aber der Rest der Jugend, ob Familie, Schule, Stress usw. war schrecklich. Alles passierte innerhalb kürzester Zeit. Und veränderte sich ins Negative. Hier steht nun eben ein junger Mann. Immer noch gefangen in der Jugend, mit Blick nach vorne. Und auch wenn es sich aussagslos anhört, ich denke, dieses Buch wird mich verändern. Wird mir helfen. Und natürlich hoffe ich auch, dass es euch gefallen wird. Aber ich bin, selbstüberheblich wie ich bin, sehr zuversichtlich.

Ich schreibe das Buch übrigens, sofern ich an meinem eigenen Notebook sitze mit Q10. Bei Fremd-PCs benutze ich dann aber meinen geheimen Blog, da ich so immer auf das Aktuellste zugreifen kann. Technologie 2.0 sei Dank. Dieses Buch soll nun ernsthaft an Verlage ausgeschickt werden, deswegen möchte ich nicht den Blog öffentlich einsehbar machen. Nur einige wenige Auserwählte werden irgendwann einmal Einlass bekommen. Wir werden sehen.