Auf und davon.

Wir waren gefangen, hatten Angst, uns fehlte der Mut. Der Mut zu Entdecken, zu Verstecken, zu allem zu wenig. Wurden gestoßen, durch all die Straßen und Gassen und Wege dieser Welt, ohne Halt und Rast. Fanden uns wieder, an Orten, so fremd. Haben uns verloren, aus den Augen, ohne Sinn. Ich spüre dich nahe, du immer bei mir, habe ich geschworen und belogen uns beide. Ich sitze nun hier, an Wände gelehnt, mit dem Kopf nur gen Himmel, den Regen erwartend. Nichts anderes verdienend, am Ende der Kraft.


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Ich möchte wachsen, möchte ankommen, an diesem Punkt. Am Ende des Wartens, ohne dir, nur mit uns beiden. Ich atme fest ein und kaum wieder aus, möchte mich ersticken mit zu viel Luft. Möchte aufs Atmen vergessen, Sekunden, Minuten. Der Donner, er grollt, doch verfehlt er sein Ziel. Ich spüre das Beben, nur in mir, voller Kraft. Mein Kopf tut mir weh, nur dein Leuchten der Augen, und die Form deines lachenden Mundes. Alles das hält mich wach, denkt an Morgen, an das Beginnen von Vorne.

Dabei will ich doch nur auf und davon. Ausbrechen aus dem Grenzenlosen, mich einsperren im Nirgendwo. Will Erwartungen enttäuschen und Enttäuschungen erhoffen, will Hoffnungen zerstören und an der Zerstörung zerbrechen. Wie sind wir nur hier angelangt, falscher Weg, ich weiß. Haben Kreuzungen verfehlen und Pläne missverstehen wollen. Da stehen wir nun, Hand in Hand, Kopf an Kopf. Auf und davon, nur wir beide. Auf und davon, ich bitte dich. Ich halte es hier nicht mehr aus, hör doch auf. Hör doch auf mich und lass uns verschwinden. Du und ich, wir beide. Auf und davon. Ok?

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