Halt.

Du weißt, ich denke viel zu gerne nach. Zerlege alle Erlebnisse, alle Ängste und alle Gefahren in ihre Einzelgedanken. Was, wenn irgendwann einmal unsere Liebe aufhört? Wenn uns der Zug nicht mehr reicht? Wenn wir uns noch näher kommen wollen, und zumindest von meiner Seite würde ich das gerne. Was, wenn irgendwann einmal etwas passiert, womit keine rechnen konnte? Liebe ist unberechenbar, ich glaube, das weißt du, Emily. Ich will dich nicht verlieren, aber irgendwie erscheint es mir, als würde ich dich bei jedem Abschied, bei jedem Halt in deiner Ausstiegsstelle ein weiteres Stück verlieren. Nur um ein weiteres Stück von dir wieder zu erhalten, wenn wir uns fünf oder zwei Tage später wieder sehen.

[aus: Volle Distanz. Näher zu dir. Kapitel 12 „Annäherung“]

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