Ankommen.

„Es fühlt sich an, als wäre jetzt endlich dieser eine Punkt gekommen, weißt du? Dieser eine Punkt, wo es sich so anfühlt, als wäre ich endlich angekommen. Als wäre – nein, nicht ‚als wäre ich eben erwachsen geworden‘ – nein. Als wäre eine unglaublich lange Reise zu Ende, verstehst du?“
– „Du reist doch so gerne.“

Ich grinse und küsse dich. Es ist gut, dieses Ankommen. Viele Jahre dauerte diese Reise an, ein Ende war nie in Sicht. Und plötzlich stehe ich da, mit dir im Arm und möchte mal plötzlich ganz einfach die Welt umarmen. Mit all ihren Macken und all ihren Fehlern. Vielleicht liegt es an dir. Du, die einzige Person, die ich schon seit mindestens eintausend Jahren kenne. Du, die ich von ganzem Herzen und über beide Ohren liebe. Die mir den Halt gibt, den ich so manches Mal brauche, die mir zuhört, wenn ich mal wieder vor mich hin träume und du, die mir durchs Haar streicht und mit deinen Blicken ganze Geschichten erzählst.

Es fühlt sich gut an, dieses Ankommen. Als lebe man endlich in dem Leben, das man sich immer für sich gewünscht hat. Mit einer enormen Prise Liebe, mit Plätzen, die man für den Moment Heimat nennt, mit konkreten Plänen, die vielleicht anfangs noch etwas Angst, aber viel mehr noch große Vorfreude erzeugen. Und mit dem Gefühl, dass es, wie man so schön sagt, endlich einmal läuft. Und man den Mut fasst, Träume in Angriff zu nehmen. Und den Versuch wagt, den Glauben an die Ewigkeit zurückzugewinnen.

Aber vielleicht bin ich auch ohne Halt. Das Ende der einen Reise ist womöglich der Beginn einer neuen. Doch den möchte ich mit dir gehen, möchte glücklich sein, möchte träumen. Möchte von und möchte auch mit dir träumen. Und manchmal möchte ich mit dir einfach nur die Sterne betrachten. Ich bin angekommen. Endlich. Angekommen … in der einen, in der meinen Welt.

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