But I’m in so deep.

Foto: sleepy.days | Flickr

Weißt du was? In Wahrheit möchte ich doch einfach nur lieben. Will in den Arm nehmen, will küssen. Will einschlafen, neben dieser einen, dieser meinen Person. Will dem allem ein Ende setzen. „I’m done being single, I’m not good at it.“, sagte schon Ted Mosby und er spricht mir (nicht zum letzten Mal) aus der Seele und trotzdem. Ich habe geliebt, aus ganzem Herzen, vielleicht auch etwas zuviel, es ging zu Ende. Danach habe ich so viele Male Liebe nicht zugelassen, weil die eine noch nicht vorbei war. Und jetzt, wo ich plötzlich mit mir in einer unbekannten Reine bin, verliere ich mich in Ungereimtheiten. Ich bin fertig damit.

Ich habe großartige Freunde, einige alte, einige neue. Allesamt wichtig für mich, Menschen, denen ich gerne zuhöre und dir mir gerne zuhören. Und sie alle erleben es, fallen in and out of love. Erleben dieses wahnsinnige Gefühl von Kennenlernen, von sich Verlieben, von Liebe. Und meist mag ich ihre Partner, manchmal werden sie auch neue, wichtige, großartige Freunde von mir. Aber ich beneide sie auch. Um jeden gemeinsamen Moment, um jedes Nebeneinanderaufwachen und Miteinandereinschlafen. Weil das letzte Mal, als ich neben einer Liebe eingeschlafen bin, schon vier Jahre vorbei ist. Viel zu viel Zeit ist seitdem vergangen, viel zu viel in meinem Leben passiert.

Ein paar Küsse, Sex und Einsamkeit. Keine Liebe. Weißt du eigentlich, wie ernüchternd das ist? Und dann liest man, weil das herkömmliche Horoskop keine Antworten bietet, von seinem Lebensbaum und jenen der Freunde. Und überall steht etwas, wie gut sie und ihre Bäume in der Liebe funktionieren und bei mir, bei der Pappel steht einfach nur, dass aus ihnen sehr häufig Künstler entstehen. Weißt du, wie verdammt ernüchternd so etwas ist?

Ich glaube, ich lasse es bleiben. Ich bin nicht fertig damit, Single zu sein. Vielleicht bin ich fertig mit der Liebe. Vielleicht bin ich dafür einfach nicht geboren. Vielleicht bin ich ja der Inbegriff einer Pappel, und daher ein Künstler. Und vielleicht sind Künstler dazu verdammt, viel eher Leid zu verspüren als Liebe, wie Houellebecq meint. Vielleicht ist das alles für mich einfach nicht vorbestimmt.

Aber vielleicht ja doch. I’m done being single. Und Hoffnung ist einer der Grundbegriffe in meinem Leben. Ohne Hoffnungen keine Erwartungen, ohne Hoffnungen keine Träume. „Es wird sich etwas ergeben.“ gilt auch hier. Ich freue mich darauf, kann es kaum noch erwarten, will es spüren, will endlich wieder einmal lieben. Und geliebt werden.

Liebe passiert, Liebe sucht, Liebe findet. Aber vielleicht hab‘ ich mich einfach auf dieser Schatzkarte der Liebe etwas zu gut versteckt.

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